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Nichteheliche Lebenspartner und Erbschaftsteuer:
Was gilt bei Eigentum in Spanien?
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strichel_hori

Wann sind auch nichteheliche Lebenspartner steuerlich – ähnlich wie Ehegatten – privilegiert?
Möglich ist eine solche erbschaftssteuerliche Bevorzugung durch günstigere Steuersätze oder besondere Freibeträge. Gehen wir ganz systematisch vor.
Zunächst gilt es folgende Leitlinien zu kennen:
 

1.

Bei in Spanien gelegenen Vermögensgegenständen kommt in jedem Fall auch das spanische Erbschaftssteuerrecht zur Anwendung

 

 

2.

Deutschland kennt Sonderregelungen nur für gleichgeschlechtliche Lebenspartner, in Spanien gibt es derartige Sonderregelungen auch für schlichte Ehen ohne Trauschein unterschiedlichen Geschlechtes.

 

Seit dem Jahre 2005 ist in Spanien gar die Ehe unter gleichgeschlechtlichen Partner anerkannt.

 

 

 

Nach dem deutschen Erbschaftssteuerrecht, - auch anwendbar bei deutschem Steuerwohnsitz von Erblasser oder Erben -, gibt es für eingetragene (gleichgeschlechtliche) Lebenspartner nunmehr erhöhten Erbschaftssteuerbetrag von 500.000 €.

 

 

3.

Wer sich in Spanien Klarheit über die erbschaftssteuerliche Behandlung von nichteheliche Lebenspartnerschaften verschaffen will, muss sein Augenmerk auf die regionalen Sonderregelungen werfen.

 

 

 

Ausländer, also Nichtspanier, müssen jedenfalls in einer der Regionen wohnen, welche die erbschaftssteuerliche Priviligierung für nichteheliche Lebenspartner regionalgesetzlich eingeführt haben.

 

 

 

In Katalonien und auf den Balearen ist die erbschaftssteuerliche Priviligierung u.a. davon abhängig, dass mindestens einer der Lebenspartner die „vecindad civil“ /regionale Gebietszugehörigkeit innehat, welche ihrerseits wiederum die spanische Staatsangehörigkeit voraussetzt.

 

Ausländische Lebenspartner in diesen Gebieten müssen also vorab die spanische Staatsangehörigkeit erwerben, um entsprechende erbschaftssteuerliche Vergünstigungen in Anspruch nehmen zu können.

 

 

 

Andalusien wiederum setzt zumindest die Eintragung in das Lebenspartnerregister voraus.

Die Kanaren erfordern, dass der Erblasser seinen Wohnsitz im Todeszeitpunkt mindestens 5 Jahre auf den Kanaren innehatte.

 

 

 

Erbschaftssteuerliche, ergänzende Priviligierungen  aber weitgehend ohne Einbeziehung der nichtehelichen Lebenspartner, gibt es auch im Baskenland, in Navarra, Kantabrien, La Rioja, Kastilien-Leon, Madrid und der Comunidad Valenciana.


Gesamtheitlich mithin eine komplexe Situation, welche eine genaue Betrachtung des Einzelfalles erfordert.




Günter Menth, Rechtsanwalt & Abogado inscrito
Manacor – Balearen
T: 0034 971 55 93 77             F: 0034 971 55 93 68
e-mail: info@erbrechtskanzlei-spanien.de
www.erbrechtskanzlei-spanien.de
 

strichel_hori

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