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Komplexe deutsch-spanische Erbangelegenheiten
Mit Beharrlichkeit kommt man meist doch ans Ziel -
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strichel_hori

Deutsch-spanische Erbangelegenheiten pflegen dann kompliziert und teuer zu werden wenn sie nicht zeitnah abgewickelt werden können.

Dies wiederum kann viele Gründe haben:

Die Nachlassgegenstände sind nur schwer auffindbar Nachversterben von Erben Ihrerseits und diese nachgerückten Erben sind schwerlich erreichbar oder nicht mitwirkungsbereit.

Nicht selten werden auch Nachlassgegenstände entweder direkt unterschlagen oder per rechtsmissbräuchlichen Konstruktionen dem Nachlass entzogen.

Fingierte Kaufverträge ohne Kaufpreiszahlung oder Schachtelkonstruktionen zwischengestalteter spanischer Gesellschaften sind hier zwei häufiger genutzte Spielarten.

Oft werden auch Treuhandkonstellationen vom Partner missbraucht. Ein Beispiel: Die Spanienimmobilie wird direkt auf den Namen des Lebenspartners erworben, sei es angesichts eines grösseren Altersunterschiedes oder weil der investierende Partner diese Investition gegenüber der eigenen Familie oder dem Fiskus verheimlichten wollte.

Die Auseinandersetzung zwischen der Kindergeneration und dem länger Lebenden Lebenspartner ist dann vorprogrammiert.

Dies betrifft sowohl Erbansprüche wie auch Pflichtteilsansprüche.

Kann nachgewiesen werden dass die komplette Kaufpreiszahlung ebenso durch den eigenen Elternteil erfolgte wie die Zahlung der Immobilienunterhaltskosten von diesem getragen wurden so kann die Zugehörigkeit der Immobilie zum Nachlass im Bedarfsfall auch gerichtlich durchgesetzt werden.

Soweit Pflichtteilsansprüche nicht ausgezahlt werden ist das prozessuale Vorgehen bei deutscher Nationalität des Erblassers vom Prinzip her einfach: Klageeinreichung beim örtlich zuständigen Landgericht des letzten Wohnsitzes des Vererbers in Deutschland.

Die praktische Problematik liegt auch hier im Nachweis des Noch-Vorhandensein der entsprechenden Vermögensgegenstände im Eigentum des Erblassers im Versterbenszeitpunkt.

Die Aufgabe des künftigen Vererbers ist es zunächst derartige Problemlagen überhaupt nicht entstehen zu lassen. Hierzu bedarf es einer frühzeitigen fachkundigen Beratung. Dann kann dem Willen des Vererbers am besten Rechnung getragen werden und spätere Konfliktsituationen können weitgehend vermieden werden.

Wer nun von einer komplexen deutsch-spanischen Erbfallkonstellation betroffen ist sollte folgendes Vorgehen wählen.

Inanspruchnahme einer orientierenden anwaltlichen Erstberatung zur Abklärung des möglichen Umfanges des Erbanspruches und der Chancen der Anspruchsgeltendmachung.

Sodann ist zu klären, ob der zu erwartende Ertrag der Erbschaft den anstehenden Aufwand lohnt. Bei einem zu erwartenden sechsstelligem Eurobetrag dürfte dies tendenziell immer zu bejahen sein.

Schritt drei ist eine gut fundierte Anspruchsgeltendmachung mit Zielrichtung einer einvernehmlichen vergleichsweisen Regelung.

„Mauert“ die Gegenseite bleibt nur der Weg der dezidierten Anspruchsüberprüfung mit Vorbereitung des Klagesweges.

Geduld gepaart mit Beharrlichkeit im Vorgehen ist schliesslich angezeigt wenn Nachlassgegenstände und Erben aufgefunden werden müssen.

Mitunter ist hier die Einschaltung von Detektiven erforderlich, wobei die Regieführung in den Händen der Rechtsanwaltskanzlei verbleibt.


Kontakt zu
Rechtsanwalt & Abogado inscrito Günter Menth:
info@erbrechtskanzlei-spanien.de

 

strichel_hori

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