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Fast alle nichtehelichen Kinder haben künftig in Deutschland ein Erb-
und Pflichtteilsrecht nach ihren Vätern: Jetzt Vaterschaftsfeststellung beantragen, auch wenn Sie vor dem 1. Juli 1949 geboren sind

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strichel_hori

Allerdings muss bei nicht erfolgter Anerkennungserklärung des nichtehelichen Vaters vor dem Familiengericht die Vaterschaftsfeststellung vom Kind beantragt werden.

Nichteheliche Kinder, welche vor dem 01. Juli 1949 geboren waren, wurden bisher noch vom Gesetzesgeber erbrechtslos gestellt.

Ein Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums von 2010 soll dies nun ändern, wenn der Vater nach dem 28.05.2009 verstorben ist. Hatte der Vater zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung Deutschlands allerdings seinen Wohnsitz in den neuen Bundesländern, dann steht ihm auch ohne Umsetzung der Gesetzesnovelle bereits heute ein Erb- und Pflichtteilsrecht zu.

Unter Gerechtigkeitsgesichtspunkten sind solche Differenzierungen oft nur schwerlich nachvollziehbar.

Die praktische Konsequenz jedenfalls heisst: Möglichst umgehend als „Kind“ die Vaterschaftsfeststellung zu beantragen. Theoretisch ist diese zwar per DNA-Analyse mitunter auch noch nach dem Versterben des Vaters möglich, eine Feuerbestattung kann diese aber schnell unmöglich machen.

Bei Auslandsvermögen des Vaters, etwa in Spanien, empfiehlt sich oft parallel eine Vermögensrecherche per Eigentums- und Handelsregisterabfragen.




Günter Menth
Rechtsanwalt & Abogado inscrito
Manacor – Mallorca / Spanien
Tel.: 0034 - 971 - 55 93 77
Fax: 0034 - 971 - 55 93 68
e-mail: info@erbrechtskanzlei-spanien.de
Internet: www.erbrechtskanzlei-spanien.de

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