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ERBRECHTLICHE UND ERBSCHAFTSSTEUERLICHE GESICHTSPUNKTE BEIM IMMOBILIENERWERB IN SPANIEN  zurück
strichel_hori

Merkblatt 1

1. Die Berücksichtigung erbrechtlicher und erbschaftssteuerlicher Gesichtspunkte bereits beim Immobilienerwerb vermeidet in der Praxis hohe Übertragungskosten.

2. Die Spanienimmobilie eines Deutschen wird nach deutschem Erbrecht vererbt.

Sowohl nach dem deutschen wie auch nach dem spanischen internationalen Privatrecht ist hier die Nationalität des Vererbers massgebend.

3. Bei allen in Spanien belegenen Vermögensgegenständen, und damit auch bei der Spanienimmobilie, kommt jedoch das spanische Erbschaftssteuerrecht zur Anwendung.

Mit bis zu 81 % bei Nichtverwandten und grösserem Vorvermögen des Erben in Spanien weist das spanische Erbschaftssteuerrecht den höchsten Erbschaftssteuersatz in der Europäischen Gemeinschaft auf.

Die Erbschaftssteuerfreibeträge für Kinder und Ehegatten in der Grössenordnung von 30.000,-- DM liegen erheblich unter den entsprechenden deutschen Erbschaftssteuerfreibeträgen von 400.000,-- DM für Kinder und 600.000,-- DM für den Ehegatten.

4. Der Direkterwerb durch die Nachfolgegeneration lässt die Übertragungskosten komplett entfallen.

Dann empfiehlt es sich jedoch die Elterngeneration in der Immobiliennutzung, - etwa durch ein lebenslängliches Niessbrauchsrecht -, rechtlich abzusichern.

5. Erbschaftssteuerliche Privilegierungen gibt es in Spanien für die als Hauptwohnsitz genutzte Immobilie und die Immobilie die den Vermögensbestandteil eines spanischen Unternehmens darstellt.

Hier gilt es im Einzelfall die Voraussetzungen genau zu beachten ebenso wie die Wertgrenze von 20 Mio. Peseten bei der als Hauptwohnsitz genutzten Immobilie.

6. Wer allerdings seinen steuerlichen Wohnsitz nach Spanien verlagert und selbst noch ein Erbe in Deutschland zu erwarten hat verliert diesbezüglich durch die Wohnsitzverlagerung seine deutschen Erbschaftssteuerfreibeträge.

7. Bei höherwertigen Immobilien von über 500.000 DM kann die vorherige Gründung einer spanischen GmbH, - spanisch „S.L.“ = sociedad limitada -, der Immobilienerwerb durch diese und die spätere Übertragung von Gesellschaftsanteilen die kostengünstigere Variante darstellen.

8. Das in Deutschland übliche „Berliner Testament“, - Ehegattentestament mit erbrechtlicher Vermögensnachfolge zunächst des anderen Ehegatten und dann der Kinder - , ist beim Vorhandensein einer Spanienimmobilie im Regelfall eine erbschaftssteuerlich ungünstige testamentarische Regelung und abzuändern.

9. Beim Erwerb einer Spanienimmobilie für zwei Generationen stellt die gegenseitige notarielle Generalvollmacht aller Beteiligten für das Spanienvermögen eine sinnvolle Vorsorgemassnahme dar.

10. Neben der vertraglichen Absicherung des Erwerbs der Spanienimmobilie stellt der Erbrechtscheck vor dem Erwerb die zweite wichtige Massnahme der Absicherung des Investitionsbetrages dar.

strichel_hori

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