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15 häufige Fehler bei der Rechtsnachfolge in Spanienvermögen  zurück
strichel_hori

Und diese hier nachfolgend aufgeführten und erläuterten Fehlerquellen sind naturgemäss nur ein Teil der in der Rechts- und Beratungspraxis zu Tage tretenden.

Häufig sind diese rechtlichen Fallstricke auf die Besonderheiten der spanischen Rechts- und Steuersystems bei deutschem Auslandsbezug zurückzuführen. Die andere Hälfte tritt in ähnlicher Weise auch bei Rechtsnachfolge in in Deutschland belegenes Vermögen, aber eben auch bei Spanienvermögen auf.

Unter Rechtsnachfolge sei hier sowohl die erbrechtliche, wie auch die lebzeitige Übertragung auf die Nachfolgegeneration verstanden.

Spanienspezifische Fehler haben ihren Grund oft in den abweichenden spanischen Schenkungs- und Erbschaftssteuerregelungen, welche dazu führen, dass am deutschen Rechtssystem ausgerichtete Ideallösungen sich bei Spanienvermögen in ihr genaues Gegenteil umkehren können:

1.

Beim Erwerb von Spanienvermögen wird gänzlich vergessen, die Rechtsnachfolge mitzuberücksichtigen

 

Beispiel:

Es wird nicht strategisch überdacht, wer aus der Familie sinnvollerweise die Spanienimmobilie zu Eigentum erwirbt
 

2.

Nach dem Erwerb von Spanienvermögen wird die bisherige testamentarische Situation nicht an die neue angepasst.

 

Beispiel:

Die bisherige gegenseitige Alleinerbeneinsetzung von Ehegatten und Kindern ist bezogen auf Spanienvermögen extrem steuerschädlich. „Berliner Testament“ als Steuerfalle für Spanien.
 

3.

Abwägung von Geschäfts- und persönlichen Risiken wird nicht zutreffend getätigt.

 

Beispiel:

Geschäftsrisiken, Scheidungsrisiko
 

4.

Gezielte Vollmachtserteilung in notwendiger Form wird unterlassen

 

Beispiel:

Bevollmächtigter kann auch in Krankheits- und Abwesenheitszeiten schnell handeln
 

5.

Eigene Einkommens- und Vermögensabsicherung in Alter wird vergessen

 

Beispiel:

Kein Niessbrauchsvorbehalt bei Übertragung an oder Kauf durch die Nachfolgegeneration
 

6.

Gelegentliche Hinweise spanischer Notare oder Notariatsmitarbeiter werden fälschlicherweise als grundlegende Rechtsnachfolgeberatung eingestuft

 

Aber:

Spanische Notare haben weder Beratungspflicht noch Ausbildung in ausländischem, z.B. deutschem Erbrecht und deren Hinweise gehen dann vom für deutsche Vererber nicht einschlägigen spanischen Erbrecht aus.
 

7.

Zum Einsparen von Rechtsberatungskosten wird Rechtsrat bei vermeintlich erfahrenen Bekannten, Verwandten, Maklern oder spanischen Geschäftsleuten eingeholt

 

Aber:

Das ist meinst die teuerste Variante, da die in konkreten Fall optimale Handlungsalternative so regelmässig nicht ermittelt wird.
 

8.

Das verbleibende Handlungspotential zwischen privatem und notariellem Immobilienerwerbsvertragsabschluss bleibt unerkannt

 

Beispiel:

Spielraum verbleibt bei Preiszuordnung und Festlegung der Erwerberpersonen u.a.
 

9.

Möglichkeit der Erbschaftsausschlagung wird übersehen

 

Beispiel:

Einsatz zur Erbschaftssteuerreduzierung
 

10.

Potential gezielte Wohnsitznahme wird nicht ausgeschöpft

 

Beispiel:

Belegbare Hauptwohnsitznahme in der werthaltigen Spanienimmobilie kann erhebliche Steuervorteile mit sich bringen
 

11.

Erörterung und Regelung der Rechtsnachfolge in die Spanienimmobilie mit Nachfolgegeneration wird immer wieder hinausgezögert

 

Beispiel:

Schlaganfall, Alzheimer u.a. machen sinnvolle Regelung unmöglich
 

12.

Fehlt Kenntnis und systematische Nutzung der spanischen Erbschaftssteuerfreibeträge

 

Beispiel:

Unternehmens- oder Behindertenfreibetrag
 

13.

Künftige Blockaden und Rechtsstreite durch Erbengemeinschaften ohne Teilungsanordnungen oder Steuernachteile bei deren Auseinandersetzung

 

Beispiel:

Abfindungsgewinn entsteht und ist zu versteuern
 

14.

Formfehler bei privatschriftlichen Testamenten

 

Beispiel:

Maschinenschriftliche Testamente sind unwirksam
 

15.

Vorausschauende Bewältigung der Haftungsproblematik der Erben für Nachlass

 

Beispiel:

Ist ein Kind überschuldet bedarf es einer gezielten Rechtsnachfolgegestaltung

 

strichel_hori

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