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Wegen potentieller Gesetzesänderung:
Zwei-Phasen-Strategie für die Kleinfamilie bei der Erbrechtsnachfolge auf Mallorca
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strichel_hori

Zeiten des Umbruches, sei es im familiären, oder wie offenbar auf den Balearen aktuell im steuerlichen Bereich, bedürfen immer einer Zwei-Phasen oder Doppelstrategie:
Eine Regelung für die aktuelle Situation oder Rechtslage und eine vorsorgliche Regelung für eine künftige, mit Wahrscheinlichkeit zu erwartende Situation.

Warum nun kann aktuell auf den Balearen von einer Umbruchsituation gesprochen werden?

Nun die Regionalregierung hat im März 2006 einen Gesetzesentwurf vorgestellt demzufolge für Kinder und Ehegatten ab einem künftigen Zeitpunkt, 2007, die Erbschaftsteuer generell auf 1 % und die Schenkungssteuer, ebenfalls linear, auf 7 % abgesenkt werden soll.

Zum Vergleich: Aktuell gibt es für den gleichen Personenkreis progressiv ansteigende Steuersätze von 7,65 % - 34 %, wobei nur die Erbschaftssteuer persönliche Freibeträge von je 16.000 € kennt. Hinzu kommen spezifische Freibeträge für die Wohnsitzimmobilie oder bei Behindertenstatus des Erben u. a. .

Das hat Konsequenzen für die Aufgabenstellung der steueroptimierten Vermögensnachfolge

Zum einen ist eine optimierte Regelung für die aktuelle Steuersituation zu entwerfen. Zugleich aber bedarf es der Verankerung eines Zukunftsmodell welches möglichst automatisch zur Anwendung kommt wenn die avisierte Erbschafts- und Schenkungssteuerreform auf den Balearen zur gesetzlichen Realität wird.

Beispiel: Familie mit drei Kindern, eine Tochter, zwei Söhne,  will Spanienfinca allein der Tochter zukommen lassen

Die aktuell steuergünstigste Regelung könnte die Vererbung an alle drei Kinder mit spanischen notariellen Generalvollmachten der Söhne zugunsten der Tochter betreffend alle Vermögenswerte in Spanien vorsehen.

Dann wären alle aktuell möglichen Freibeträge genutzt und zudem die Erbschaftssteuerprogression gesenkt.

Realisiert sich die Steuerreform empfiehlt sich eine Testamentsabänderung dahingehend jetzt nur noch die Tochter entweder testamentarisch als Vermächtnisnehmerin des Spanienvermögens einzusetzen oder zur endgültigen lebzeitigen Regelung an diese eine schenkweise Übertragung vorzunehmen.

Fundierte Rechtsnachfolgestrategien berücksichtigen allerdings auch sonst mehrere Szenarien

Während eine Rechtsnachfolgeregelung naturgemäss nicht immer alle, - auch sehr unwahrscheinliche -, mögliche Rechts- und Lebenssituationen gleichgewichtig berücksichtigen kann, ist der Einbau von absichernden Handlungsmöglichkeiten bei Eintritt auch der unwahrscheinlicheren Variante, - etwa: Kind stirbt vor Elternteil, oder eines offiziellen Wohnsitzwechsels bei Beendigung des offiziellen Arbeitslebens als zu diesem späteren Zeitpunkt zu überdenkende Variante -, durchaus üblich.

Ebenso kann eine geänderte Rechtsnachfolgeregelung bei Volljährigkeit oder gefestigter Lebenspartnerschaft respektive Berufssituation der Kindergeneration anstehen.

Eine regional günstige Erbschaftssteuersituation  auf den Balearen könnte zum Standortvorteil werden

Denken wir mal einen Schritt weiter.
Sollte sich tatsächlich in einem Zweitwohnungstourismusgebiet in Spanien, wie auf den Balearen, künftig eine relevant günstigere Erbschafts- und Schenkungssteuersituation als in den anderen vergleichbaren Regionen ergeben, könnte dies dort sogar zu einem Wirtschaftsimpuls beim Ferienhauskauf werden.

strichel_hori

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