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Bei Vermögen in Spanien immer ein Testament erstellen,
auch wenn die gesetzliche Erbfolge im Grunde passt
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strichel_hori

Zwar haben 80 % der Deutschen kein Testament erstellt, aber alle Fachleute stimmen darin überein:

Bei Spanienvermögen ist die Testamentserstellung selbst dann nachhaltig anzuraten, wenn prinzipiell die gesetzlich geregelte Erbfolge als passend erachtet wird, warum ?

Im wesentlichen sind dies drei Gründe.
 

1.

Angesichts der niedrigen spanischen Erbschaftssteuerfreibeträge, - in Höhe von lediglich 16.000 € für Ehegatten und Kinder -, gilt es die Erbschaftssteuer per optimierter Testamentsgestaltung zu reduzieren.
 

2.

Ein spanisches notarielles Testament hat Abwicklungsvorteile und verschafft dem Testierenden Rechtssicherheit.
 

3.

Per testamentarischer Regelung kann durch spezifische Vermögenszuteilung Streit in der Erbengemeinschaft vorgebeugt werden.
 

Theoretisch kann der deutsche Staatsbürger mit Haus oder Eigentumswohnung in Spanien sich sämtlicher in Spanien und Deutschland zugelassener Testamentsformen bedienen.

Möglich ist somit auch ein Erbvertrag, obgleich die spanische Rechtsordnung diese Form der letztwilligen Verfügung nicht kennt.

Neben dem Inhalt der testamentarischen  Verfügung gilt es gleichwohl auch, die im internationalen Rechtsverkehr konkret passende Testamentsform auszuwählen.

Weiterhin verschafft die mit der Testamentsvorbereitung vorgeschaltete anwaltliche Rechtsnachfolgeberatung die Sicherheit, nicht relevante Gesichtspunkte übersehen zu haben. Erfolgt diese auf der Basis der Erstberatungsgebühr nach dem deutschen Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, 190 € zzgl. USt., so dürften kaum Zweifel bestehen, dass sich dieser  Ersteinsatz zur Absicherung einer adäquaten Rechtsnachfolge in Spanien immer lohnt.

Die weiteren sinnvollen und nötigen Schritte werden dann im Rahmen dieses Beratungsgespräches abgestimmt.

Natürlich kann diese Erstberatung im heutigen Medienzeitalter auch per Fax- oder email-Kontakt erfolgen.

Trotz prinzipiellem Beibehalten der gesetzlichen Erbfolge und konkret der Gleichstellung aller Kinder ist oft gerade zum Schutz eines Kindes eine Zusatzregelung erforderlich, etwa zum Schutz vor Gläubigerzugriff auf den Nachlass oder Vermögensübertragungen auf die Sozialverwaltung beim Bezug von Sozialleistungen. Ein bekannter Beispielsfall ist hier das sogenannte Behindertentestament.

Mitunter gilt es unter Gerechtigkeitsgesichtspunkten auch gewisse lebzeitige Vermögensübertragungen an eines der Kinder zu berücksichtigen.

Zum Erhalt bestimmter Vermögenswerte für die Gesamtfamilie oder zur längerfristigen finanziellen Absicherung eines Kindes können sich sogenannte Auflagen empfehlen, beispielsweise eine Rentenzahlung eines Kindes an das andere zum Ausgleich des erhaltenen höheren Vermögenswertes.

strichel_hori

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