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Bei komplexeren Spaniennachlässen
immer ein notarielles Testament erstellen

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strichel_hori

Und dieses notarielle Testament sollte im Hinblick auf die vereinfachte Rechtsnachfolge in Spanien gut durchgedacht sein.

Zunächst ein Beispiel wie man es nicht machen sollte bei Vermögen in Spanien:

Erstellung nur eines handschriftlichen Testamentes in welchem spanische Immobilien und Immobilienanteile an verschiedene Familienmitglieder verteilt werden und gegebenenfalls im Sinne einer Teilungsanordnung später noch weiter zugeteilt oder ausgetauscht werden sollen unter den Erbe.

Ein solches Testament mag die Maxime der Streitvermeidung unter den Erben optimal vermeiden. Die Kehrseite der Medaille oder spanisch „la otra cara de la moneda“.

Abwicklungskosten und Steuern werden so meist erhöht. Warum?

Ein privatschriftliches Testament als solches wird in Spanien in dieser Form nicht als ausreichendes Dokument für die Rechtsnachfolge anerkannt. Vielmehr bedarf es eines gerichtlichen Dokumentes, des „Erbscheines“ bei Deutschen oder der „Erbbescheinigung“ bei Schweizer Bürgern um auf der Basis dieser Dokumentation, ins Spanische übersetzt und mit der Apostille für den internationalen Rechtsverkehr tauglich gemacht, die Rechtsnachfolge in Spanien antreten zu können.

Allerdings, - und dies kommt erschwerend hinzu -, ein Erbschein weist keine einzelnen Vermögenszuordnungen aus sondern nur den oder die Erben als solche so dass im Ergebnis zur gewünschten und im privatschriftlichen Testament vorgegebenen Nachlassaufteilung erst noch weitere kosten- und steuerträchtige Übertragungen auf die Vermächtnisnehmer erfolgen müssen.

Das kann auf den Balearen etwa eine weitere 7% Grunderwerbssteuer, ITP oder eine Schenkungssteuer, zur Folge haben.

Anders hingegen ist die Rechtspraxis wenn die entsprechende Nachlassaufteilung in einem notariellen Testament niedergelegt ist.

Dann dient dies bei der spanischen notariellen Erbschaftsannahme als Grundlage für die Direktzuweisung der spanischen Vermögenswerte an die jeweils bedachte Person.

Die einfachere Variante ist hier wiederum das spanische notarielle Testament.

Welches zudem den weiteren Vorteil der direkten Registrierung beim spanischen zentralen Testamentsregisters mit sich bringt.

Anerkannt wird in Spanien allerdings auch ein deutsches oder schweizer notarielles Testament.

Wurde dieses allerdings ohne vorausgehende steuerrechtliche Beratung unter Einbeziehung des spanischen Erbschaftssteuerrechtes konzipiert drohen hier erhebliche Steuernachteile.




Eine Information der
Anwaltskanzlei Menth für Spanien
Tel.: 971 - 55 93 77
Fax: 971 - 55 93 68
e-mail: info@erbrechtskanzlei-spanien.de

www.erbrechtskanzlei-spanien.de
strichel_hori

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