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Es gibt viele Fehler, welche man beim Vererben begehen kann,
bei Spanienvermögen sind manche Fehler noch gravierender,  
aber es lassen sich auch ergänzende Chancen erschliessen

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strichel_hori

Erstellen nichteheliche Lebenspartner kein Testament, erben jeweils deren nächste Verwandte, selbst wenn zu diesen keinerlei persönlicher Bezug bestand, bei kinderlosen Ehepartner führt das Fehlen des Testamentes zum Miterben von Schwiegereltern oder Schwager/Schwägerinnen, meist entstehen auf diese Weise konfliktträchtige Erbengemeinschaften.

Auch der gute Wille, künftig doch noch ein Testament erstellen zu wollen, kann durch Testierunfähigkeit, per Unfall oder Schlaganfall schnell durchkreuzt werden.

Bei Spanienvermögen führt die fehlende testamentarische Rechtsgestaltung darüber hinaus zu hohen Erbschaftssteuern, bis hin zum Notverkauf der Spanienimmobilie durch den Erben, nur um die Erbschaftssteuer begleichen zu können.

Aber auch die unpassende Testamentsform kann gravierend negative Folgen haben.

So bindet ein Erbvertrag den Vererber selbst dann, wenn durch schlechten Einfluss der Schwiegerkinder oder Charakteränderung der Nachkommen die Eltern schlecht behandelt oder bei Drogen- und Spielsucht oder Sozialleistungsbezug eigentlich von der Vererbergeneration an ihrer erbrechtlichen Regelung nicht festgehalten werden sollte.

Vergleichbare Risiken bringt auch das wechselbezügliche Ehegattentestament mit sich.

In Spanien wird letzteres zudem noch zur eklatanten Erbschaftssteuerfalle, weil dann meist zwei Erbgänge an den Ehegatten und danach an die Kindergeneration vorgezeichnet sind und damit mangels relevanter Freibeträge in Spanien, - nur jeweils 16.000 € pro Ehegatte und Kind -, oft mehr als der Hälfte des Wertes der Spanienimmobilie an das spanische Finanzamt „überreicht“ wird.

Das richtig gestaltete spanische notarielle Testament mit adäquater Testamentsform kann hier für Abhilfe sorgen.

Dieses löst parallel ein zweites Problem mit: Das Thema Aufbewahrungssicherheit, denn beispielsweise das spanische notarielle Testament wird automatisch beim spanischen Testamentsregister in Madrid registriert und damit immer bei jeglicher erbrechtlicher Rechtsnachfolge in Spanien mitpräsentiert.

Vielleicht haben Sie nun bereits drei Hürden überwunden:
Ein Testament ist erstellt, die falsche Testamentsform vermieden und Aufbewahrungssicherheit geschaffen, bleibt im wesentlichen nur noch die Aufgabe, das Testament auch mit dem richtigen Inhalt zu versehen.

Hier zeigt die Praxis, dass so manch einer die komplexen Folgen von Testamentsinhalten unterschätzt und mit der Zielrichtung Beratungskosten zu vermeiden, folgenschwere Fehler begeht.

Neben der Vernachlässigung steuerlicher Konsequenzen wird häufig vergessen, passende Ersatzerben zu benennen.

Es werden Rechtsfiguren, wie Vor- und Nacherbenregelungen verwandt, welche neben den negativen Steuerfolgen in Spanien dort zu spezifischen Problemen führen können, da das spanische Erbrechtssystem eine ganz deckungsgleiche Rechtsfigur nicht kennt.

Eine intelligente internationale Rechtsnachfolgegestaltung allerdings auch nicht bei der Vermeidung von Rechts- und Steuernachteilen Halt, sondern stellt die Folgefrage: Wie können wir den Auslandsbezug, positiv gesehen, zum Erschliessen von Rechts- und Steuervorteilen nutzen?

So eröffnet das Haager Testamentsabkommen hier die Nutzung sämtlicher in Deutschland und in Spanien zulässigen Testamentsformen. Zudem kann durch zielgerichtete Steuerwohnsitznahme völlig legal mitunter auch die Erbschaftssteuerlast ebenso gesenkt werden wie durch lebzeitige Vermögensübertragungen.

Ein Beispiel: Wird der Geldbetrag der Kindergeneration in Deutschland bei allseitigem deutschen Steuerwohnsitz geschenkt, damit diese für die praktische Nutzung durch die Elterngeneration die Finca in Spanien erwirbt, ist die Erbschaftssteuer bei deren Versterben gleich Null.

Dieses Beispiel macht deutlich, dass bereits vor der Spanieninvestition erbschaftssteuerliche Aspekte mitberücksichtigt werden sollten.




Günter Menth
Rechtsanwalt & Abogado inscrito
Manacor - Mallorca
Tel.: 0034 - 971 - 55 93 77
Fax: 0034 - 971 - 55 93 68
e-mail: info@erbrechtskanzlei-spanien.de
Internet: www.erbrechtskanzlei-spanien.de
Spanienweite und deutschlandweite Rechtsberatung
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