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Die spanische Erbschaftssteuer – ziehen Sie die richtigen Konsequenzen

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strichel_hori


Hier beantwortet Ihnen Rechtsanwalt und Abogado inscrito die zentralen Fragen
zur spanischen Erbschaftssteuer.

F:

Wann unterliegen Sie der spanischen Erbschaftssteuer?

A:

Immer, wenn Sie in Spanien belegenes Vermögen, wie Immobilien oder Bankkontenbeträge auf spanischen Banken, erben.

Sind sie steuerresident in Spanien, dann unterfallen weltweit alle Nachlassgegenstände der spanischen Erbschaftssteuer.

Praktische Konsequenzen:

Bei noch ausstehendem Erbe in Deutschland kann die Steuerresidentenstellung in Spanien - Aufenthalt mehr als 183 Tage in Spanien pro Kalenderjahr mit Anmeldung als spanischer Steuerbürger  - Steuernachteile mit sich bringen.

Auch Österreicher und schweizer Bürger von Kantonen mit Abschaffung der Erbschaftssteuer bleiben bei Nachlassgegenständen in Spanien erbschaftssteuerpflichtig.

 

F:

Wie hoch ist die spanische Erbschaftssteuer?

A:

Der Steuersatz reicht von 7,65% bis 81,6 %, bei nächsten Verwandten können

bis zu 34 % erreicht werden.

Der spanienweite Freibetrag für Kinder und Ehegatten ist mit 16.000.-€ sehr niedrig.

Andererseits können bei geschickter Gestaltung erhebliche Steuerminimierungen erreicht werden, etwa für die Hauptwohnsitzimmobilie des Vererbers.
Auch gibt es erhebliche regionale Steuererleichterungen, wie etwa auf den Balearen.

Praktische Konsequenz:

Ein Erbschaftssteuercheck mit Sondierung der konkreten Gestaltungsmöglichkeiten lohnt sich in Spanien eigentlich immer.

Besonders nachhaltiger Handlungsbedarf besteht bei nichtverheirateten Paaren und sogenannten Patchworkfamilien.
 

F:

Kann man die spanische Erbschaftssteuer verjähren lassen?

A:

Generell gilt eine praktische Verjährungsfrist von vier Jahren und sechs Monaten.

Bei Erbfällen, welche ab dem Jahre 2003 eingetreten sind, beginnt diese Verjährungsfrist aber erst mit Bekanntgabe des Versterbens gegenüber den spanischen Behörden zu laufen.

Praktische Konsequenz:

Das „Verjährenlassen“ der spanischen Erbschaftssteuer ist heutzutage kein praktikables Gestaltungselement mehr. Bei Altfällen wird man sich natürlich auf die Verjährung berufen.
 

F:

Ist das Berliner Testament auch für die Rechtsnachfolge in Spanien geeignet?

A:

Als Berliner Testament bezeichnet man, - Musterfall -, die Einsetzung des Ehegatten als Alleinerben und der Kinder als Erben nach dem längerlebenden Ehegatten.

Diese in Deutschland mit seinen hohen Freibeträgen taugliche Regelung ist in Spanien meist fatal.
Der Grund liegt in der damit im Rahmen der Generationennachfolge anfallenden doppelte Besteuerung desselben Vermögens in Spanien.

Praktische Konsequenz:

Das Berliner Testament darf bei relevantem Spanienvermögen für Vermögenswerte in Spanien keinen Fortbestand haben, ein gesondertes Vermächtnistestament für Spanien ist zu erstellen.
 


ANWALTSKANZLEI MENTH für SPANIEN
Rechtsanwalt & Abogado inscrito Günter Menth
Manacor - Mallorca
Tel.: 0034 - 971 - 55 93 77
Fax: 0034 - 971 - 55 93 68
e-mail: info@erbrechtskanzlei-spanien.de
Internet: www.erbrechtskanzlei-spanien.de

strichel_hori

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