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Todesfall und Vermögenswerte in Spanien:
Ein kleiner Leitfaden vom Anwalt
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strichel_hori

Einen Todesfall, das Versterben eines nahen Verwandten oder guten Freundes zu verkraften ist immer schwierig.

Da ist es von Vorteil zumindest Erleichterungen bei den notwendigen Abwicklungsschritten in Anspruch nehmen zu können.

Dies ist umso wichtiger, wenn solche Schritte bei Auslandsbezug, etwa zu Spanien, zu tätigen sind, sei es weil der Tod in Spanien oder die Rechtsnachfolge in hier belegenes Vermögen zu organisieren ist. Meist sind eine Immobilie, Haus, Eigentumswohnung oder Landfinca und ein Bankkonto betroffen.

Wie gehen Sie vor ?
 

1.

Totenschein, - certificado medico de defuncion -, ausstellen lassen

 

Bei Versterben im Krankenhaus übernimmt dies die Krankenhausverwaltung.

 

 

2.

Beerdigung, - enterramiento -, organisieren

 

Ein Beerdigungsinstitut, - funeraria -, anrufen oder über das Krankenhaus kontaktieren lassen.

 

 

3.

Über die Art der Beerdigung entscheiden

 

Die Einäscherung ist in Spanien mit Kosten von ca. 2.000 € wesentlich kostengünstiger als in Deutschland

 

 

4.

Relevante Unterlagen des Verstorbenen sondieren

 

Zu suchen ist hier nach Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Familienbuch sowie Versicherungen, Renten- oder Verdienstbescheinigungen

 

 

5.

Todesmeldung beim Standesamt, - registro civil -, und Beantragung mehrerer internationaler Sterbeurkunden, - partida de defunción internacional -.

 

Dies kann auch bei einem eingeschalteten Beerdigungsinstitut mit in Auftrag gegeben werden.

 

 

6.

Benachrichtigung des Nachlassgerichtes, Amtsgericht, in Deutschland vom Todesfall

 

Bei ausländischem letzten Wohnsitz, etwa in Mallorca, ist das deutsche Amtsgericht des letzten Wohnsitzes des Verstorbenen in Deutschland zu benachrichtigen.
Dort sind auch die aufgefundenen letztwilligen Verfügungen abzugeben.

 

 

7.

Zu diesem Zeitpunkt sollte bei einem Erbfall in Spanien ein auf deutsch-spanische Rechtsfälle spezialisierter Rechtsanwalt eingeschaltet werden.
Vorzugsweise sollte dies bereits vor der Kontaktaufnahme mit dem deutschen Nachlassgericht erfolgen.

 

Mit dem Rechtsanwalt sind Fragestellungen der Erbschaftsannahme oder Erbausschlagung, Fristeneinhaltung, Minimierung der Erbschaftssteuern, u.a. zu erörtern.

 

 

8.

Praktische Sicherung des Spanienvermögens

 

Diese steht vor allem dann an wenn eine Immobilie in Spanien ab dem Todeszeitpunkt nicht mehr bewohnt wird.

 

 

9.

Kündigung von Daueraufträgen, Versicherungen und Information an Rententräger oder Arbeitgeber

 

 

10.

Information der spanischen Bank vom Todesfall

 

Auch diese Thematik sollte vorab mit einem spezialisierten Anwalt erörtert werden.
Denn mit dieser Information wird die spanische Bank regelmässig auch Gemeinschaftskonten total einfrieren.
Der Hintergrund: Die Bank haftet sonst bei Nichtzahlung der Erbschaftssteuer in Spanien.


Wie Sie sicher schon erkannt haben:
Bei Länderbezug nach Spanien sind eine ganze Reihe von Besonderheiten zu berücksichtigen.

strichel_hori

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