Geldwäsche und Vermögensversteckspiel über Steueroasengesellschaften
- Ein Netzwerk auf Mallorca ist aufgeflogen
Wer sich im Bereich der systematischen Vermögensdelikte bewegt, pflegt damit
über kurz oder lang aufzufliegen. Nur die Akteure scheinen dieses Ende der
Fahnenstange regelmässig nicht wahrhaben zu wollen. Es lockt das schnelle Geld.
So erging es kürzlich der Briefmarkeninvestitionsfirma AFINSA mit Auszahlungen
ohne Gegenwert, die jeweils von Neukunden finanziert werden.
Jetzt in 2.007 ist ein System der Geldwäsche über Panamagesellschaften unter
zentraler Beteiligung einer „prestigeträchtigen“ Anwaltskanzlei in Palma de
Mallorca abrupt durch den Einsatz der Staatsanwaltschaft beendet worden.
Wie üblich will nun niemand mehr etwas von seinen früheren guten Kontakten zu
den Hauptakteuren mehr wissen. Bei 2.700 Mandanten der Kanzlei und vielen
Overkontakten zu anderen Dienstleistern steht der Staatsanwaltschaft hier
allerdings noch ein weites Arbeitsfeld offen.
Mitunter hat man sich da schon das seine gedacht, wenn nachvollziehbar wurde,
von wem das eine oder andere Strohmannkonstrukt rechtsberatend begleitet wurde.