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Immobilienkauf in Spanien mit “Schwarzgeld“
- Früher war dies üblich, heute mit abgeschwächter Tendenz
- Konsequenzen für Käufer und Verkäufer
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strichel_hori

Von “Schwarzgeld“ oder dem „B-Betrag“ ist im Zusammenhang mit Immobilienkäufen in Spanien immer dann die Rede, wenn neben dem im notariellen Kaufvertrag, der „escritura“, ausgewiesenen Kaufpreis an den Verkäufer, noch ein zusätzlicher Betrag bezahlt wird, welcher vom Käufer aus dessenseits oft aus nicht versteuerten Einkünften bezahlt wird.

Die Konsequenz: Der Käufer hat vermeintlich sein Schwarzgeldproblem los und der Verkäufer hat sich ein neues geschaffen. Wohin mit dem unversteuert, - keine Verkaufsgewinnsteuer -, erhaltenen „B-Betrag“ ?

Hinzu kommt: Der Verkäufer hat sich zwar damit die Zahlung eines anteiligen Verkaufsgewinnsteuerbetrages von, - seit 01.Januar 2007 -, 18 % eingespart. Aber diese Besteuerung wurde rein praktisch auf die Käuferseite übertragen. Letzterer hat also womöglich sein Schwarzgeld untergebracht, aber dieses mit einer anteiligen zusätzlichen Gewinnsteuerzahlung im Zeitpunkt des eigenen Weiterverkaufes „erkauft“.

Die spanischen Steuerbehörden können hier letztlich darauf vertrauen, zumindest den zunächst nicht erhaltenen Verkaufsgewinnsteueranteil zu einem späteren Zeitpunkt nachgezahlt zu erhalten.

Und was passiert aktuell seitens der spanischen Steuerbehörden bei der Unterverbriefung des Kaufpreises mit Schwarzgeldzahlung?

Wird der Kaufpreis unterhalb des, - parallel nachrechenbaren -, Mindestpreises der Finanzbehörden oder Haciendakontrollwertes ausgewiesen, erfolgt eine Nachschätzung des Finanzamtes mit Aufforderungen zu Steuernachzahlungen von Grunderwerbssteuer, - ITP -, von 7 %  an den Käufer sowie 18% Einkommensteuer auf den zusätzlichen Verkaufspreisanteil an den Verkäufer zuzüglich Zinsen und Strafzuschläge.

Interessiert sich auch die heimatliche Steuerbehörde in Deutschland oder der Schweiz für diesen Vorgang? Noch, oder noch nicht automatisch.

Allerdings ist der in Deutschland residente Verkäufer bei Verkaufsgewinnen aus Immobilienverkäufen in Spanien auch zur entsprechenden Angabe oder Einbindung in die jährliche Einkommensteuererklärung in Deutschland verpflichtet.

Käuferseitig interessiert das deutsche Finanzamt der Vorgang, wenn der Käufer in den Vorjahren nicht ausreichend Gewinne ausgewiesen hat, welche die Finanzkraft für den Erwerb einer Immobilie in Spanien plausibel machen.
 

strichel_hori

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