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Mit dem richtig gestalteten Scheidungsurteil die spanische Grunderwerbssteuer einsparen - wie funktioniert das ?  zurück
strichel_hori
In Spanien werden als Grunderwerbssteuer 7% vom notariellen Kaufpreis fällig.

Bei einem Kaufpreis von 200.000 Euro summiert sich diese somit auf 14.000 € und die Schenkungssteuer geht bei einem Steuersatz von 7% aufwärts noch darüber hinaus.

Wird nun, wie häufig, bei Trennung oder Scheidung die eine Miteigentumshälfte der Spanienimmobilie auf den anderen Ehegatten übertragen damit dieser das gesamte Alleineigentum erwirbt dann stellt sich die Frage wie man in dieser Situation den Wertverlust durch die Besteuerung des Übertragungsvorganges minimieren oder gar vermeiden kann. Vorweg gesagt: So einfach wie in Deutschland ist das in Spanien nicht.

Entsprechend dem spanischen Gesetz zur Besteuerung von Vermögensübertragungen, Art 45.1.B.3 LITP ist eine Steuerbefreiung dann vorgesehen wenn die Übertragung anlässlich der Auflösung der ehelichen Gütergemeinschaft im Rahmen des Zugewinnausgleichs erfolgt.

Wie aber ist hier der entsprechende Nachweiss zu erbringen?

Ausreichend ist natürlich die diesbezügliche Klarstellung im Scheidungsurteil mit Übersetzung durch einen vereidigten Übersetzter und Apostille für den internationalen Rechtsverkehr.

Oft allerdings liegt ein solches noch nicht vor oder aber eine Scheidung ist zunächst überhaupt nicht beabsichtigt, der Vollzug der Trennung aber schon und zwar dergestalt dass dieser auch vermögensmässig erfolgt. Was dann ?

Mitunter wird eine notarielle Scheidungsvereinbarung in Spanien akzeptiert, aber man befindet sich hier auf rechtlich unsicherem Boden.

Auch unterfällt ein überschiessender Anteil der Vermögenszuweisung an einen der Ehegatten bei der Auflösung des ehelichen Güterstandes nicht mehr die Steuerbefreiung.

Gesamtheitlich ein steuerrechtlich sensibler Bereich. Jedenfalls bedarf die Übertragung der Spanienimmobilie an einen der Ehegatten der ausdrücklichen und richtigen Erwähnung in Scheidungsdokumenten.

strichel_hori

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