» Erbrecht
» Immobilienrecht

» Informationen für besondere Personen-
gruppen
» Spanien- und Mallorcainfos
» Medienbeiträge

» Unser Rechtsservice
» Unternehmerservice
» Sprachservice
» Literaturtips
» Newsletter

» Kooperationsnetz
» Interaktive Website
» Weiterempfehlen dieser Webseite


Wer sich nicht um seine Spanienimmobilie kümmert, kann diese verlieren  zurück
strichel_hori

Dies passiert des öfteren mit unbebauten Grundstücken, mitunter auch mit Wohngebäuden.

Zum einen droht bei nicht geregelter jährlicher Grundsteuerzahlung oder Zahlung der Beiträge etwa an die Wohnungseigentümergemeinschaft die Gefahr der Pfändung und nachfolgenden Versteigerung dieser Immobilien zur Anspruchsrealisierung.

Die Tatsache, dass „Ihre Anschrift im Ausland doch bekannt gewesen sei“ und Sie dort nicht informiert wurden, hilft Ihnen in der Regel nicht weiter: Eigentumsverlust durch Zuschlagserteilung in der Zwangsvollstreckung ist das Ergebnis.

Die andere Gefahr des Eigentumsverlustes liegt in der in den Art. 1940 folgende des spanischen Zivilgesetzbuches (Codigo Civil) geregelten Möglichkeit der Ersitzung. Diese kann erfolgen, wenn ein Nichteigentümer über längere Zeit den Eigenbesitz über die Immobilie ausübt.

Wird dieser Eigenbesitz ununterbrochen über dreissig Jahre ausgeübt, so kann sich der Besitzer oder Besetzer durchaus bewusst sein, dass er bisher niemals rechtmässig das Eigentum erworben und auch keinen Cent dafür bezahlt hat: Nach Ablauf der 30 Jahre erwirbt er gleichwohl das Eigentum.

Bei gutem Glauben an den Eigentumserwerb, etwa bei Übergabe durch einen Nichteigentümer, welcher nicht als solcher erkennbar war, können auch 10 oder 20 Jahre Eigenbesitz zum Eigentumserwerb genügen.

Insbesondere bei unbebauten Grundstücken, - beispielsweise wurde ein früher angedachtes Bauvorhaben nie realisiert und das Grundstück ist in Vergessenheit geraten -, ist diese Situation namentlich bei ausländischen Grundstückseigentümern in Spanien nicht selten.

Die spanische Nachbarschaft richtet sich so Schritt für Schritt auf dem augenscheinlich „herrenlosen“ Grundstück ein.

Auch manch eine Erbengemeinschaft ohne dynamischen Auseinandersetzungsprozess kümmert sich über viele Jahre nicht mehr um das Spaniengrundstück. Mitunter ist das Grundstück als Teil der Erbschaft in  Spanien den Erben überhaupt nicht bekannt.

Wer dann zu spät kommt mag nicht nur die Überraschung erleben, dass das Grundstück numehr von einer anderen Familie bewohnt wird, sondern auch noch die noch schwerer nachvollziehbare Information erhalten, dass das Eigentum auch rechtlich verlorengegangen ist; und zwar hier ohne Anspruch auf Ausgleichszahlung.

Ist die Situation des Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins von weiterem spanischen Immobilienvermögen ein ungeklärte, so empfiehlt sich natürlich zunächst eine Grundbuchabfrage. Allerdings haben in der Vergangenheit viele Eigentumserwerbe in ländlichen Gebieten ohne notariellen Vertrag und Grundbucheintragung stattgefunden. Im Grundbuch ist dann eine entsprechende Eigentümereintragung nicht auffindbar.

Dann empfiehlt sich mitunter die Vor-Ort-Recherche.

strichel_hori

  © webDsign.net