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Der Hausbau in Spanien
 - Rechtssicherheit durch professionellen Bauvertrag
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strichel_hori


Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder Sie zeichnen den vom spanischen Bauunternehmer vorgelegten Bauvertrag als solchen ab oder Sie unterschreiben einen anwaltlich für Sie konzipierten oder überprüften Bauvertrag.

Bei ersterem können Sie davon ausgehen, dass per Bauunternehmermustervertrag die vertraglichen Vorteile auf der Unternehmensseite festgeschrieben sind, was nicht unbedingt ihrer Interessenlage entspricht.
Schliesslich gibt es noch eine dritte Möglichkeit:
Der Bauunternehmer hat ihnen nur einige Zahlen auf einem Papierschnitzel notiert, der Kostenvoranschlag.
Diese Variante ist für den privaten Bauherrn oft noch ungünstiger als die Unterzeichnung des unternehmerlastigen Mustervertrages.

Wo nun liegen die Risiken eines Bauvertrages?
Oder: warum wird ein Bauvorhaben in Spanien ohne adäquate rechtliche Absicherung des öfteren zum Alptraum? Entsprechende Erfahrungsberichte sind auch im Internet nachzulesen.

Hier eine beispielhafte Auflistung typischer Bauprobleme:
 

1.

Der Anzahlungsbetrag ist nicht mit entsprechendem Baufortschritt oder Materialerwerb abgesichert und der Bauunternehmer verschwindet nach Erhalt der Anzahlung
 

 

 

 

In solchen Fällen wird gerne zunächst ein „rosario“ von Problemsituationen vorgeschoben für welche man doch Verständnis haben müsse.
Besondere Gefährdung beim „Bauunternehmerfreund“, erst kürzlich gegründeten Firmen oder deutschen Zeitgenossen mit „perfekten“ Fähigkeiten und Ausbildung.
Vertrauen Sie lieber auf Empfehlungen vor Ort langjährig tätiger Architekten oder Bauunternehmer mit guten Referenzobjekten mit der Möglichkeit direkter Bauherrenbefragung.
Besser ist es wenn Sie haben den Bauvertrag von einem fachkundigen Rechtsanwalt sicher haben gestalten lassen, als erst nach praktischem Stillstand am Bau einen solchen einschalten zu müssen.

 

 

2.

Es wurde kein Fixpreis vereinbart
 

 

Haben Sie dann kleinere Veränderungen ohne genaue schriftliche Veränderung vorgenommen führt eine damit einhergehende Kostenexplosion oft zum nachhaltigen Streit und mitunter zur Paralysierung des Bauvorhabens.
Hierbei ist zu beachten, dass in spanischen Kostenvoranschlägen die Preisfixierung oft per gebaute Fläche erfolgt.

 

 

3.

Zahlungsplan und Zahlungsfristen sind nicht ausreichend konkretisiert
 

 

In diesem Fall werden vom Bauunternehmer gerne Personalkapazitäten zu aktuell attraktiveren Baustellen abgezogen.
Sie tragen dann den Verspätungsschaden, namentlich dann wenn keine pauschalen Schadensbeträge pro Verspätungstag vertraglich fixiert sind.

 

 

4.

Der Bauunternehmer hat die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung nicht abgeschlossen
 

 

Ist der Bauunternehmer dann plötzlich verschwunden oder die Firma illiquide oder aufgelöst, trägt der Bauherr in der Praxis die gesamten Zusatzkosten.
Praktische Sicherheit bietet hier die nachgewiesene Bauunternehmerversicherung.

 

 

5.

Verteuerung durch mindere Bauqualität
 

 

Eine Möglichkeit den Unternehmergewinn zu Lasten der Bauherren zu erhöhen, besteht im Ankauf minderer Materialqualität, beispielsweise bei Fliesen.
Hier kann eine bestimmte Sorte oder Mindestpreisklasse vereinbart werden.

 

strichel_hori

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