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Das ist die Devise der Spanier, die man sich auch als Mitteleuropäer
in Spanien zur Devise machen sollte. Die Rahmenbedingungen
sind günstig: Niedrige Hypothekenzinsen und eine 80 %ige
Hypothekendarlehensfinanzierung ist bei spanische Banken üblich.
Manche spanische Banken werben sogar mit einer 100 %igen
Hypothekendarlehensfinanzierung.
Dann allerdings müssen auch in Spanien spezielle Rahmenbedingungen
nachgewiesen werden und beispielsweise beide Ehegatten für
die Hypothekendarlehensrückzahlung verantwortlich zeichnen.
Ein weiterer Vorteil der Hypothekendarlehensfinanzierung
besteht regelmässig darin, dass dann die potentiell finanzierende
Bank vorab bei Kosten von 300 500 DM einen Schätzer
spanisch tasador vorbeischickt,
der Ihnen letztlich die Gewähr gibt kein überteuertes
Objekt zu erwerben. Auch ein wichtiger Gesichtspunkt.
Die weitere praktische Problematik, - so unsere anwaltliche
Erfahrung -, besteht oft darin, dass Übersiedler nach
Spanien zunächst überteuerte Mieten zahlen, die
sie auf Dauer nicht zu finanzieren in der Lage sind, während
der Kauf einer dezenteren Wohnung eine langfristig realisierbare
und zugleich vermögensbildende gangbare Variante darstellen
würde.
Einem Mallorquiner überzeugend darzulegen, warum sie
eine Wohnung mit mehr als 1.000 DM Monatsmietzins weiterhin
anmieten, statt sich per Hypothekendarlehn eine Wohnung zu
erwerben, ist sicherlich ein schwieriges Unterfangen.
Wenn Sie also über ein Startkapital von 30.000 DM aufwärts
und über ein regelmässiges Nettoeinkommen von mindestens
2.500 DM / Monat verfügen, sollten Sie den Immobilienankauf
in Spanien ernsthaft in Erwägung ziehen.
Bei alledem mit einzuberechnen ist, dass die Nebenkosten
des Immobilienerwerbs in Spanien sich auf 10 % - 15 % der
Kaufpreissumme belaufen, davon u.a. 7 % Grunderwerbssteuer.
Günter Menth
Rechtsanwalt / Abogado inscrito
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